Wird sie doch von den Galerien und Museen in der Regel komplett ignoriert, von der Polizei verfolgt und mit zum Teil großen Aufwand postwendend entfernt.
Andererseits ist sie absolut öffentlich, zum Teil an provozierend exponierter Stelle platziert und in der Regel ein Aspekt des künstlerischen Ausdrucks der Jugend.
Manche Zeichen haben sich im Laufe der Zeit etabliert, wie zum Beispiel die Strichzeichnungen des Züricher Sprayers –
auch die »Spraybanane« des Kölner Künstlers Thomas Baumgärtel war am Anfang illegal, aber dafür immer konzeptionell.
Diese Zeilen sind jetzt nicht dahin gehend zu verstehen, dass der Autor Sachbeschädigung und Schmierereien gutheißt.
Man sollte dringendst unterscheiden zwischen – zugegeben etwas provozierend ausgedrückt – »pigmentbehaftetem Harndrang« auf Hauswand (ein ständiges Ärgernis für Anwohner und Hausbesitzer) und gesprayten Werken auf vorher angefragten Flächen. Eine Einwilligung vorausgesetzt ist der künstlerischen Freiheit kaum Grenzen gesetzt; letztgenannten Bereich möchte ich „unterstützen“.
Wer sich also für Graffiti in Dortmund interessiert, findet dazu Informationen z.B. unter
www.graffiti-verein-dortmund.de
und im vergriffenen jetzt als PDF veröffentlichten Buch »Graffiti in Dortmund« von Markus Wiese (Verlag: Edition Aragon, 1995)